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SPORTÄRZTEBUND NORDRHEIN
Mitglied der DGSP seit 1948
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Bewegung ist die beste Medizin

Bewegungsförderung in der Prävention – Bewegung auf Rezept?!

Es liegt eine überwältigende Evidenz für die positiven Effekte von Sport und Bewegung sowohl zur Prävention von Erkrankungen als auch in der Therapie vor. Die gesundheitlich relevante Dosis an Bewegung und Sport wird in unserer von Bewegungsmangel geprägten Gesellschaft trotz aller Bemühungen nicht ausreichend gefördert.

Mediziner*innen übernehmen eine Schlüsselfunktion in der Gesundheits- und Bewegungsförderung ihrer Patient*innen. Eine ausführliche Beratung oder gar systematische Verschreibung von Bewegung in der Arztpraxis ist bisher trotz der bestehenden Evidenz eher die Ausnahme als die Regel. 

Darüber hinaus bedarf es einer Förderung und Ausbau entsprechender attraktiver Bewegungsangebote, die die Symptome, Krankengeschichte, die bisherige Trainingserfahrung und das Krankheitsstadium der Patient*innen berücksichtigen und für alle Patient*innen gut zu erreichen sind.

Wie können Arztpraxen, Krankenhäuser, Krankenkassen, aber auch Sportvereine und Anbieter von Gesundheitskursen gemeinsam Strukturen schaffen, sodass „Bewegung auf Rezept“ die Regel und nicht die Ausnahme ist und Patient*innen optimal versorgt und beraten werden?

Seien Sie am 17.06.2022 um 15 Uhr in der Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg (Hörsaal A) dabei und helfen Sie uns die notwendigen Veränderungen anzustoßen! Wir freuen uns auf Sie.


Mit einer neuen Kampagne möchten die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, Deutsche Krebshilfe, DOSB und Deutsche Sporthochschule Köln auf die Möglichkeiten der Krebsprävention durch Bewegung aufmerksam machen.

Laufschuhe, Hanteln und Schwimmbrillen in Tablettenverpackungen, Menschen beim Sport und der griffige Slogan „Bewegung ist die beste Medizin“: das sind die Bausteine der neuen Kampagne, mit der Deutsche Krebshilfe, Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) und Deutsche Sporthochschule Köln auf die Möglichkeiten der Krebsprävention aufmerksam machen möchten. Gemeinsam wollen die drei Partner-Organisationen Menschen dazu motivieren, sich mehr zu bewegen und somit etwas für ihre Gesundheit zu tun. Ab Mai sind die Kampagnenmotive in den Hauptbahnhöfen von fünf deutschen Großstädten in Form von Bodenplakaten platziert. Kurze und prägnante Clips laufen auf Infoscreens und Videostations in Bahnhöfen und Einkaufszentren. Die Motive und Clips gibt es unter www.bewegung-gegen-krebs.de.

„Kein Medikament und keine Heilpflanze wirken derart umfassend auf unseren Organismus wie körperliche Aktivität: Sie wirkt positiv auf den Bewegungsapparat, auf die Psyche sowie auf das Herz-Kreislaufsystem und den Stoffwechsel“, sagt Prof. Dr. Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule Köln. Zusammen mit einer gesunden Ernährung beugt Bewegung Übergewicht und Adipositas vor. Sie wirkt zudem präventiv gegen einige Krebserkrankungen. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich das Risiko für Brust- und Darmkrebs durch regelmäßige körperliche Aktivität um 20 bis 30 Prozent reduzieren lässt. Bei weiteren Tumorarten gehen Experten ebenfalls von einem risikosenkenden Effekt aus“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Krebshilfe.

Doch obwohl die Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren aktiver geworden sind, erreichen nur rund ein Drittel der Frauen und weniger als die Hälfte der Männer die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene wöchentliche Mindestzeit von zweieinhalb Stunden gemäßigter Bewegung. Dazu gehören beispielsweise Joggen, Walken, Radfahren, Schwimmen, Reiten, Gymnastik oder Tanzen.

Mit der neuen Kampagne „Bewegung ist die beste Medizin“ möchten die drei Kooperationspartner mehr Menschen motivieren, aktiver zu werden. Ob im beruflichen Alltag oder in der Freizeit – die Möglichkeiten, sich selbst etwas Gutes zu tun, sind nahezu unbegrenzt: „Gemeinsam können wir mit hoher Durchdringlichkeit das wichtige Thema Krebsprävention durch Sport und Bewegung weiter in die Fläche tragen. Die Sportvereine vor Ort stehen mit ihren vielfältigen Bewegungsangeboten allen Bewegungsinteressierten zur Verfügung“, sagt Michaela Röhrbein, Vorstand Sportentwicklung des DOSB. Um langfristig gesundheitsschädlichen Folgen von Bewegungsmangel für alle Menschen in Deutschland entgegenzuwirken, appelliere der DOSB zusammen mit der Deutschen Sportjugend (dsj) zudem an die Bundesregierung, einen Bewegungsgipfel durchzuführen. Die Deutsche Krebshilfe bekräftigt diesen Appell: „Die Krebsprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die der Unterstützung aller bedarf“, so Gerd Nettekoven.

Allgemeine Gesundheitssportangebote finden Interessierte über die bundesweite Suchmaschine SPORT PRO GESUNDHEIT unter www.suche.service-sportprogesundheit.de

Weitere Informationen, Trainingspläne und Tipps zum Thema „Bewegung und Krebs“ gibt es ebenfalls unter www.bewegung-gegen-krebs.de. Zusätzlich finden hier Krebspatient*innen Informationen zu Sport- und Bewegungsangeboten in der Krebsnachsorge. Auch das INFONETZ KREBS – der Informations- und Beratungsdienst – der Deutschen Krebshilfe hilft Betroffenen gerne bei der Suche nach entsprechenden Angeboten unter 0800 / 80 70 88 77.

Download der Plakatmotive als JPG und PDF 

Auch Ärzt*innen können die Kampagnenplakate in ihrer Praxis aushängen und ihre Patient*innen über den positiven Zusammenhang von Bewegung und Krebsprävention informieren. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt hierbei das Rezept für Bewegung, welches die Bewegungsberatung in der ärztlichen Praxis untermauern kann. Weitere Informationen zum Rezept für Bewegung finden Sie auf der Seite des DOSB: https://gesundheit.dosb.de/angebote/rezept-fuer-bewegung

Allgemeiner Hinweis: Es handelt sich bei den Motiven mit dem Slogan "Bewegung ist die beste Medizin" um ein kommunikatives Mittel zur Verdeutlichung des Mehrwerts von Bewegung für die Gesundheit. Wir distanzieren uns ausdrücklich von der Einnahme von Medikamenten zur Selbstoptimierung (Doping) und verweisen auf die Aufklärungsoffensive zum Medikamentenmissbrauch im Breiten- und Freizeitsport des DOSB: https://gesundheit.dosb.de/angebote/medikamentenmissbrauch

Weitere Informationen zum Thema Bewegung und Sport bei Krebs

Zusätzlich zu kommunikativen Aspekten setzen die Projektpartner auf inhaltliche und strukturelle Schwerpunkte. Im Fokus: die Qualifikation von Übungsleitern, Netzwerkarbeit sowie der Ausbau von Präventions- und Rehabilitationssportangeboten in Sportvereinen. Unterstützt werden sie dabei vom Deutschen Behindertensportverband, dem Landessportbund Brandenburg und dem Deutschen Turner-Bund sowie dem Centrum für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf.

Prominente Botschafter von „Bewegung gegen Krebs“ sind: Antje Möldner-Schmidt, Heiko Herrlich, Shary Reeves, Wolfgang Overath, Britta Heidemann, Alexander Spitz und Leander Kress.

(Quellen: DGSP, DOSB, Krebshilfe)

 


 

 

Unser Leitbild

 

Tradition verpflichtet – ein kurzer geschichtlicher Überblick.

Deutschland gilt als das Gründerland der organisierten Sportmedizin und blickt auf eine mehr als 100jährige Tradition zurück. 1912 wurde in Oberhof / Thüringen die erste sportärztliche Vereinigung der Neuzeit gegründet. Weitere Meilensteine dieser Entwicklung sind die Herausgabe der ersten sportmedizinischen Zeitung der Welt (1924) und die Mitbegründung des Weltverbandes für Sportmedizin im Jahre 1928 FIMS sowie die Definition für Sportmedizin aus dem Jahr 1977.

Der Sportärztebund Nordrhein (SÄB NR) ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein und besteht seit 1948. Er ist der größte Landesverband des im Jahre 1950 gegründeten Deutschen Sportärztebundes, der heutigen Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). Die DGSP ist ihrerseits eine der größten Organisationen für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland und hat aktuell rund 8000 Mitglieder.

Entsprechend des Leitbildes der DGSP  sind wir DIE medizinische Gesellschaft für die Themen Gesundheit bei und durch körperliche Aktivität, Bewegung und Sport.

Bewegung ist Leben

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die positiven Aspekte von körperlicher Aktivität und die Reduktion von Inaktivität. Unser Ziel ist es daher, Bewegung und Sport als integralen Bestandteil der Gesundheitsförderung in Prävention, Rehabilitation und Therapie in der Gesellschaft und in den ergebenden Lebensräumen zu etablieren.

Der Mensch im Zentrum

In unserem sportmedizinischen Handeln orientieren wir uns an den Voraussetzungen, Bedürfnissen und Möglichkeit jedes Einzelnen. Wir unterstützen die Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit in und durch Bewegung und Sport. Wir wenden uns dabei an Menschen jeden Alters, unabhängig von Gesundheitszustand und Leistungsfähigkeit. Wir sind den ethischen Normen der Medizin und des Sports verpflichtet. Doping ist verboten; es ist gesundheitsgefährdend. Wir lehnen jede Leistungsmanipulation ab und setzen uns für einen dopingfreien Sport ein.

Neben dem Leitbild orientieren wir unser sportärztliches Handeln am Ethikcode der FIMS.

Eine Besonderheit des SÄB NR ist sein besonders weites Angebot im Bereich der Fort- und Weiterbildung zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Sportmedizin für Ärztinnen und Ärzte. Bereits 2007 wurde die erste Akademie für sportmedizinische Weiter– und Fortbildung gegründet. Sämtliche Kurse zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Sportmedizin können über den SÄB NR absolviert werden. 

Die Weiter- und Fortbildung ist in erster Linie für Ärztinnen und Ärzte gedacht.

Sportärztebund Nordrhein e.V.

Deutsche Sporthochschule Köln
Am Sportpark Müngersdorf 6
D - 50933 Köln
Telefon: 0221 - 49 37 85
Fax: 0221 - 49 32 07
Mail: info@sportaerztebund.de