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SPORTÄRZTEBUND NORDRHEIN
Mitglied der DGSP seit 1948
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Abrechnung Sportuntersuchung für "Corona-Positive"

Es melden sich zunehmend Sportler, die auf Corona positiv getestet wurden und symptomatisch waren, mit der Frage nach einer "Sportuntersuchung".

Wie sollte man Untersuchung und Ergometrie abrechnen?

 

Dr. med. Michael Fritz:

Es handelt sich in diesen Fällen um
ich zitiere: "08.9G = COVID-19 in der Eigenanamnese, nicht näher bezeichnet: Der Kode ist für Fälle vorgesehen, bei denen eine frühere, bestätigte Coronavirus-19-Krankheit zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führt. Die Person leidet nicht mehr an COVID-19." (Quelle: https://www.kbv.de/media/sp/PraxisInfo_Coronavirus_Kodieren.pdf)

Die Aufdeckung latenter Organmanifestationen ist zwar kassenärztlich abzurechnen, aber auch die Vermeidung eines schwerwiegenden Verlaufes und somit auch die sportärztliche Beratung zur Rehabilitation ist dem Patienten versicherungsrechtlich im Rahmen der GKV geschuldet. Es geht ja darum das Medikament "Sport- und Bewegungstherapie" wohldosiert nebenwirkungsfrei ohne Folgeschäden gemäß dem Zustandsbild U08.9G einzusetzen, um die oder den Versicherten wieder zur Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben (zum Beispiel der Fortsetzung des Studiums an der Sporthochschule) zu befähigen.

Wenn allerdings darüber hinausgehend sportärztliche Trainingsempfehlungen im Bereich des Leistungssports in der Sprechstunde vom Patienten eingefordert werden, müssten diese als IGeL abgerechnet werden, das diese Leistungen nicht mehr dem § 12 SGB V entsprechen. Diese Leistungen überschreiten das Maß einer ausreichenden Versorgung. Leistungssport ist zur Rehabilitation nach Krankheit weder sinnvoll, noch notwendig und auch nicht zweckmäßig.

 


Weitere Informationen zum Thema Impfung bei Sportlern finden Sie in der aktuellen Dt. Zeitschrift für Sportmedizin: https://www.zeitschrift-sportmedizin.de/empfehlungen-fuer-sportler-zur-impfung-gegen-sars-cov-2/

 


 

 

 

Unser Leitbild

 

Tradition verpflichtet – ein kurzer geschichtlicher Überblick.

Deutschland gilt als das Gründerland der organisierten Sportmedizin und blickt auf eine mehr als 100jährige Tradition zurück. 1912 wurde in Oberhof / Thüringen die erste sportärztliche Vereinigung der Neuzeit gegründet. Weitere Meilensteine dieser Entwicklung sind die Herausgabe der ersten sportmedizinischen Zeitung der Welt (1924) und die Mitbegründung des Weltverbandes für Sportmedizin im Jahre 1928 FIMS sowie die Definition für Sportmedizin aus dem Jahr 1977.

Der Sportärztebund Nordrhein (SÄB NR) ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein und besteht seit 1948. Er ist der größte Landesverband des im Jahre 1950 gegründeten Deutschen Sportärztebundes, der heutigen Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). Die DGSP ist ihrerseits eine der größten Organisationen für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland und hat aktuell rund 8000 Mitglieder.

Entsprechend des Leitbildes der DGSP  sind wir DIE medizinische Gesellschaft für die Themen Gesundheit bei und durch körperliche Aktivität, Bewegung und Sport.

Bewegung ist Leben

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die positiven Aspekte von körperlicher Aktivität und die Reduktion von Inaktivität. Unser Ziel ist es daher, Bewegung und Sport als integralen Bestandteil der Gesundheitsförderung in Prävention, Rehabilitation und Therapie in der Gesellschaft und in den ergebenden Lebensräumen zu etablieren.

Der Mensch im Zentrum

In unserem sportmedizinischen Handeln orientieren wir uns an den Voraussetzungen, Bedürfnissen und Möglichkeit jedes Einzelnen. Wir unterstützen die Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit in und durch Bewegung und Sport. Wir wenden uns dabei an Menschen jeden Alters, unabhängig von Gesundheitszustand und Leistungsfähigkeit. Wir sind den ethischen Normen der Medizin und des Sports verpflichtet. Doping ist verboten; es ist gesundheitsgefährdend. Wir lehnen jede Leistungsmanipulation ab und setzen uns für einen dopingfreien Sport ein.

Neben dem Leitbild orientieren wir unser sportärztliches Handeln am Ethikcode der FIMS.

Eine Besonderheit des SÄB NR ist sein besonders weites Angebot im Bereich der Fort- und Weiterbildung zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Sportmedizin für Ärztinnen und Ärzte. Bereits 2007 wurde die erste Akademie für sportmedizinische Weiter– und Fortbildung gegründet. Sämtliche Kurse zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Sportmedizin können über den SÄB NR absolviert werden. 

Die Weiter- und Fortbildung ist in erster Linie für Ärztinnen und Ärzte gedacht.

Sportärztebund Nordrhein e.V.

Deutsche Sporthochschule Köln
Am Sportpark Müngersdorf 6
D - 50933 Köln
Telefon: 0221 - 49 37 85
Fax: 0221 - 49 32 07
Mail: info@sportaerztebund.de